BASF-Chefin setzt auf Erneuerbare

Von Redaktion

Die Geschäftsführerin der BASF Schwarzheide, Anne Francken, sieht ostdeutsche Industriestandorte bei der Energiewende im Vorteil. „Hier gibt es Flächen für die Gewinnung erneuerbarer Energien, das befördert auch das Ansiedlungsgeschehen“, sagte Francken der Neuen Lausitz. Unternehmen, die nach neuen Standorten suchen, würden sich deshalb explizit für Brandenburg interessieren. „Oft werden wir hier als möglicher Ansprechpartner benannt, um von unseren Erfahrungen zu berichten.“

BASF hat im Sommer einen eigenen Solarpark auf dem Firmengelände in Schwarzheide in Betrieb genommen. Die Anlage soll zehn Prozent des Stromverbrauchs des Industriebetriebs decken. „Wir haben den Solarpark genau zur richtigen Zeit gebaut“, so Francken. „Bei den steigenden Energiepreisen konnten wir die Mehrausgaben zumindest ein Stück weit einbremsen.“ BASF Schwarzheide ist laut Francken das erste Unternehmen des Chemiekonzerns mit einem eigenem Solarpark, da nicht überall ausreichend Fläche zur Verfügung steht.

Ansiedlungen stärken, die dauerhaft angelegt sind

Francken ist seit Mai 2020 für BASF in Schwarzheide tätig. Die 44-jährige Juristin und Betriebswirtin ist Sprecherin der Werkstatt „Unternehmen, Wirtschaftsentwicklung und Fachkräftesicherung“ der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL). Den Strukturwandel nennt sie eine einmalige Chance für die Region. „Die nächsten zwei, drei Jahre werden maßgeblich sein für die Entwicklung der Region in den nächsten 50 bis 100 Jahren. Wir dürfen uns nicht vom Weg abbringen lassen.“

Langfristig müsse es gelingen, weitere starke Unternehmen in die Lausitz zu holen. „Das sollten nicht solche Unternehmen sein, die herkommen, um von Fördergelder zu profitieren. Sondern solche, die sich dauerhaft engagieren wollen.“ Gleichzeitig gelte es, die Unternehmen vor Ort zu stärken. „Das hilft allen Seiten und damit der ganzen Region.“ Francken ist am kommenden Mittwoch als Gastgeberin beim Lausitz-Forum 2038 vertreten, das bei BASF in Schwarzheide stattfindet.

Dies ist ein Text aus dem Neue Lausitz Briefing vom 08. November 2022.

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