Der Krieg, die Energie und der ostdeutsche Mittelstand

Russlands Angriffskrieg trifft die ostdeutsche Wirtschaft besonders hart. Beim Lausitz-Forum der Unternehmerverbände gingen zwei Ministerpräsidenten damit sehr unterschiedlich um.

Von Robert Saar

Sachsens Ministerpräsident profilierte sich in den vergangenen Monaten als Kritiker von Sanktionen und als zukünftiger Partner Russlands. Den Krieg in der Ukraine solle man einfrieren und russisches Gas wieder beziehen. Dies vertrat der CDU-Politiker Michael Kretschmer in Talkshows, in Interviews und auf einem LKW bei einer Demo in Grimma. Dafür musste er viel Kritik einstecken, nicht wenige christdemokratische Parteikolleginnen und Kollegen distanzierten sich von ihm. Dabei betonte Kretschmer stets, er vertrete die Ansprüche und Forderungen der ostdeutschen Unternehmen. Beim Lausitz-Forum 2038 in der vergangenen Woche sah es aus, als sei da etwas dran. 

Kretschmers Kritikpunkten lag die Annahme zugrunde, dass Deutschland unter den Sanktionen mehr leidet als Russland – und Ostdeutschland im Besonderen. „Wirtschaftlich muss Deutschland stark bleiben, eine führende Industrienation“, forderte Sachsens Ministerpräsident lautstark im Kulturhaus der BASF in Schwarzheide, wo um die 200 Gäste der Unternehmerverbände Brandenburg-Berlin und Sachsen versammelt waren.  …

Dies ist ein Text aus dem Neue Lausitz Briefing vom 15. November 2022.

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