Kultur ist mehr als Beiwerk

Brandenburg will die Kultur als Motor der Transformation in Gang bringen. Wo der noch stockt, offenbarte eine von Kulturministerin Schüle einberufene Konferenz in Großräschen.

Von Claudia Arndt

Die IBA-Terrassen in Großräschen hatte Ministerin Manja Schüle ausgesucht, um mit der Kulturszene der Lausitz in Kontakt zu kommen. Ein signalrotes Schild am Kai des halbvollen Tagebausees offeriert dort einen „Blick in die Zwischenzeit“. Das passte gut. Die 5. Kulturpolitische Regionalkonferenz bot einen Blick in eine Branche zwischen den Zeiten. Erst waren die Theater, Schauspielhäuser und Bibliotheken in der Corona-Pause. In der Nach-Corona-Zeit sind sie noch nicht angekommen. Der Strukturwandel kommt noch hinzu.

„Kunst und Kultur sind nicht als Beiwerk von Transformationsprozessen zu betrachten“, gab Heike Jakobsen, Professorin für Wirtschafts- und Arbeitssoziologie an der BTU Cottbus-Senftenberg, den Anspruch der Versammelten vor. Vielmehr habe man es mit einem „Mittel zur Reflexion alltagskultureller Prozesse“ zu tun. Dafür müssten auch Alltagskultur und zivilgesellschaftliche Entwicklungen zum Gegenstand künstlerischen Wirkens werden. Ganz besonders in einer Region, die die mit der Transformation ihrer Kernindustrie konfrontiert ist…

Dies ist ein Text aus dem Neue Lausitz Briefing vom 08. November 2022.

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