Spree am Tropf

27. Februar 2024

HINTERGRUND / WASSERMANGEL IN DER LAUSITZ

Der größte Fluss der Lausitz ist ein ökologischer Pflegefall. Ohne Wasser aus anderen Flüssen wird die Spree auf Dauer nicht auskommen. Doch dabei müssen viele mitmachen.

von Christine Keilholz

Die Spree wird auf Jahrzehnte hinaus von dramatischem Wassermangel bedroht sein. Zu diesem Schluss kommt eine am Montag vorgestellte Studie zu den wasserwirtschaftlichen Folgen des Braunkohle-Ausstiegs im Auftrag des Umweltbundesamtes. In zukünftigen Trockenperioden sei mit einem abschnittsweisen Trockenfallen der Spree zu rechnen, heißt es darin. Gegenwärtig besteht demnach die Spree auf Höhe Cottbus zur Hälfte aus Sümpfungswasser. In trockenen Sommermonaten steigt dieser Wasseranteil auf 75 Prozent. Nach dem Ende des Braunkohle-Abbaus werden die eingeleiteten Wassermengen sinken und damit der Fluss deutlich weniger Wasser führen.

Aktuell fehlen laut der Studie der Lausitz rund vier Milliarden Kubikmeter Wasser. Hinzu kommen in den nächsten fünf Jahrzehnten etwa sechs Milliarden, die gebraucht werden, um das fehlende Grundwasser aufzufüllen. Der künftige Wassermangel wird durch die Verdunstung der Bergbaufolgeseen – insgesamt rund 250 Quadratkilometer Fläche – sowie durch die zu erwartenden W…