„Es lohnt sich, hier eine Leitung hinzulegen“

12. September 2025

HINTERGRUND / WASSERSTOFF IN DER NIEDERLAUSITZ

Die Lausitzer Wirtschaft fürchtet, beim Wasserstoff nicht ans Kernnetz zu kommen. Nun gab es Gelegenheit, einen wichtigen Entscheider beim Bund in Cottbus zu überzeugen.

von Christine Keilholz

Von Klaus Müller (Mitte) will Welt Leitungen. In Cottbus bekam er am Dienstag die Banane, die die Lausitz sich wünscht.
Klaus Müller (Mitte) bekam in Cottbus die Banane, die die Lausitz dringend braucht.

Klaus Müller weiß, wie Kommunikation funktioniert. Schwierige Aussagen formuliert man am besten als Ich-Botschaften. „Ich weiß, dass Sie alle hier große Erwartungen haben“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur mit einem breiten Lächeln in den vollen Saal hinein. Dass er diese Erwartungen nicht vollends erfüllen kann, war wohl allen klar, die im ersten Stock der ehrwürdigen IHK-Residenz in Cottbus zusammensaßen.

Die Kammer hatte Müller eingeladen, weil die Lausitz unzufrieden ist mit den Plänen, die seine Agentur für sie hat. Das Bild, das seit einem Jahr alle beschäftigt, ist die Landkarte mit eingezeichneten Linien, aus denen einmal Wasserstoffröhren werden sollen. In diesem Plan des Wasserstoff-Kernnetzes, das noch unter dem Grünen-Wirtschaftsminister Robert Habeck erstellt wurde, ist die Lausitz ist als Energieregion kaum auszumachen.

Wir haben immer noch eine gestrichelte Linie von Eisenhüttenstadt nach Schwarze Pumpe“, so formulierte Heiko Jahn, Chef der Wirtschaftsregion Lausitz, die Hauptsorge der anwesenden Unternehmer und Manager. Und fragte Müller: „Was muss passieren, dass diese Leitung realisiert wird?“ Diese Linie, die wegen ihrer Form den Spitznamen Banane bekommen hat, muss aus Sicht der Lausitzer Wirtschaft einen sicheren Platz bekommen im Netzentw…