„Große Ansiedlungen sind nie vorbei“   

23. September 2025

INTERVIEW / THOMAS HORN ÜBER ZUKUNFTSBRANCHEN UND TRADITIONSINDUSTRIEN

Nach der Absage von Intel an Magdeburg und von SVolt an Lauchhammer scheint die Zeit der Großfabriken vorbei. Thomas Horn sieht das anders. Man solle sich aber nicht von großen Investsummen täuschen lassen, sagt der Chef der Wirtschaftsförderung Sachsen.

Thomas Horn hat vier Zukunftsbranchen für Sachsen im Blick. Eine für die Lausitz wichtige ist nicht dabei. Foto: WFS
Thomas Horn hat vier Zukunftsbranchen für Sachsen im Blick. Eine für die Lausitz wichtige ist nicht dabei. Foto: WFS

Herr Horn, ist die Zeit der großen Ansiedlungen vorbei? 

Klare Antwort: nein. Aber man muss das differenziert sehen. Seit Tesla wird ja sogar über Mega- oder Gigafabriken gesprochen. Meiner Meinung nach trifft es anstelle des Begriffs Groß-, Mega- oder Gigaansiedlungen der Begriff strukturprägende Ansiedlung aber besser. Strukturprägend kann bereits ein Investment sein, das 200 oder 300 neue Arbeitsplätze schafft. Das mag in einer Großstadt, wie Dresden oder Leipzig weniger ins Gewicht fallen, aber im ländlichen Raum hat das schon deutliche und eben strukturprägende Effekte. Wenn der österreichische Wärmepumpenhersteller IDM in Bernsdorf 500 Arbeitsplätze schafft, profitiert die ganze Region davon – angefangen von Dienstleistern bis hin zu den Zulieferfirmen. Das ist dann ein tolles Gesamtergebnis, das wir uns als Wirtschaftsförderer nicht besser wünschen könnten. Und Ansiedlungen dieser Größenordnung gibt es weiterhin.

Und die ganz großen? 

Auch da s…