NEWS / GÜTERVERKEHR IN DER LAUSITZ
Mit Online-Simulationen zum Logistikkonzept – das verspricht das digitale Tool Distill Lausitzer Unternehmen. Seit 2023 hat ein Projektteam um Frank Straube, Leiter des Fachgebiets Logistik an der TU Berlin, an dem Tool gearbeitet, mit dem sich Verkehrsrouten und Gütertransportwege auf Straße und Schiene planen lassen. Nun ist die Anwendung kostenlos im Netz verfügbar.
Der Anspruch: Die Lausitz auf dem Weg zur internationalen Logistikdrehscheibe voranzubringen. „Die Plattform bietet nicht nur Daten, sondern echte Entscheidungshilfen – für Unternehmen, die ihre Transportwege planen, ebenso wie für Verwaltungen, die Investitionen vorbereiten“, erklärte Straube bei der Präsentation in Berlin in der vergangenen Woche. Außerdem könne sich das Projekt als Standortfaktor erweisen, denn interessierte Unternehmen könnten die Anbindung potentieller Standorte für Neuansiedlung analysieren.
Zwei Millionen vom Verkehrsministerium
Die integrierte Emissionsanalyse ermöglicht es Nutzern außerdem, Transportrouten auf ihre Klimawirkung zu optimieren. So könnte die Anwendung einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten. Dank umfassender Informationen zur Güterzuganbindung in der Region werden werden die Daten zur Umsetzung gleich mitgeliefert.
Hinter Distill steht ein Verbund aus Wissenschaft und Wirtschaft. Neben der TU Berlin zählen hierzu die Cottbusser Industrie- und Handelskammer (IHK), sowie etliche Logistikunternehmen aus der Region. Als Teil der mFund-Innovationsinitiative wird das Tool mit rund zwei Millionen Euro vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. gewi