30 Jahre LMBV: Vom Sanierer zum Landschafts-Gestalter  

9. Dezember 2025

Hintergrund / Bergbausanierung in der Lausitz 

Die Beseitigung der Bergbau-Altlasten der DDR wirkte wie eine Job für wenige Jahre. Doch längst ist klar: Die LMBV wird noch Jahrzehnte zu tun haben. 

Von Christine Keilholz 

Das Management der eigenen Anlagen ist zur Hauptaufgabe geworden. Hier der Sanierungsstützpunkt Sedlitz. Foto: LMBV
Das Management der eigenen Anlagen ist zur Hauptaufgabe geworden. Hier der Sanierungsstützpunkt Sedlitz. Foto: LMBV

Elisabeth Kaiser hatte bereits einen ganzen Tag in und um Cottbus hinter sich, als sie am Donnerstagabend in der Cottbuser Messehalle das letzte Grußwort des Tages hielt. Bei der Barbarafeier der Lausitzer und mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) würdigte die Ostbeauftragte der Bundesregierung die „größte Landschaftsbaustelle Europas“. Gemeint war nicht nur die Lausitz, sondern der ostdeutsche Bergbau-Gürtel, der sich durch vier Bundesländer zieht. 

Für dessen Wiederherstellung ist die LMBV seit 30 Jahren zuständig. Von den Kalibergwerken Bischofferode und Menteroda im Nordwesten Thüringens über den Leipziger Südraum bis in die Lausitz zieht sich die gigantische Aufgabe dieser Staatsfirma, die seit 1995 Schäden in Wasser, Erde und Luft repariert. Ohne Handbuch und ohne Deadline. 

So viel ist klar geworden bei dieser Barbarafeier, die zugleich ein runder Geburtstag war: Noch ist die LMBV mit ihrer Arbeit lange nicht fertig. „Zwischen Bund und Ländern besteht Einigkeit, dass diese Arbeiten noch für Jahrzehnte weitergehen“, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD). Das war auch eine Zusage an die 800 Mitarbeiter im Saal. Das Finanzierungsabkommen, bisher mehrfach verlängert, wird in weitere Runden gehen müssen, bis die Ziele erreicht sind. Für die Lausitz wären das zwei: Die gesperrten Innenkippen sollen endlich freigegeben werden und die Spree soll sich wieder in ein klares Wasser verwandeln.