Das Sorbische aus der Nische holen 

27. Januar 2026

HINTERGRUND / FORSCHUNG IN DER LAUSITZ 

Das Sorbische Institut ist die älteste Wissenschafts-Einrichtung der Lausitz. Mit 75 Jahren findet es sich zwischen vielen neu angesiedelten Instituten wieder. Das führt zu bemerkenswerten Kooperationen. 

von Christine Keilholz 

Regelmäßig laufen im Sorbischen Institut um die 70 Vorhaben, die von 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorangetrieben werden. Foto: NL
Regelmäßig laufen im Sorbischen Institut um die 70 Vorhaben, die von 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorangetrieben werden. Foto: NL

Welche Bedeutung das Sorbische Institut für die Oberlausitz hat, zeigt sich schon an der Adresse. In Bautzen residiert die Einrichtung in der Bahnhofstraße gegenüber vom Landratsamt. Forscherinnen und Forscher sind hier ständig damit beschäftigt, die wissenschaftlichen Grundlagen für den Erhalt der Sorbenkultur zu erarbeiten. Die muss sich seit 1.500 Jahren gegen das Teutonische durchsetzen. Hat es aber geschafft. Und was erhalten werden konnte, muss nun ins digitale Zeitalter hinübergetragen werden. 

Das Wissen über die Minderheit ist wieder nachgefragt. Das beobachtet der Direktor des Instituts, Hauke Bartels: „Wir freuen uns, dass die Relevanz von sorabischem Spezialwissen deutlich stärker anerkannt ist als noch vor einigen Jahren.“ Die Sorabistik ist mit Lehre vertreten an der Hochschule Zittau/Görlitz, in Frankfurt und Dresden. Dort hat der promovierte Slawist Bartels seit 2022 eine Professur.  

Am gestrigen Montag kam ein weiterer Pfeiler hinzu. Hauke Bartels ha…