INTERVIEW / JAN SCHNELLENBACH ÜBER STRUKTURWANDEL-FORSCHUNG IN COTTBUS
Jan Schnellenbach will an der BTU den Strukturwandel erforschen. Im Interview sagt der Ökonom, was sein 16 Millionen Euro teures Zentrum anders machen will als die Forschung, die es zu diesem Thema schon gibt.

Herr Prof. Schnellenbach, wo steht der Strukturwandel?
Auf einer Skala von 1 bis 10 stehen wir schon bei 7 oder 8. Viel ist gut gelaufen. Viele neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Nun steht die Frage im Vordergrund, wie wir Leute dazu bringen, hier in der Lausitz auch zu leben. Wir haben bei den neu entstandenen Jobs einen nicht nicht geringen Anteil, der hier lebt. Aber wenn es um die Lebensqualität in der Fläche geht, muss noch einiges passieren.
Leben Sie in der Lausitz?
Noch nicht. Aber das liegt nicht an der Lausitz. Man kann schon sagen, dass es Fortschritte gibt. Es hat sich gezeigt, dass die neuen Arbeitsplätze die, die durch den Kohleausstieg wegfallen, gut kompensieren. Die Kehrseite dieses Erfolgs ist der Fachkräftemangel. Ab einem gewissem Qualifikationsniveau herrscht Mangel. Das ist ein Mismatch. Hier kommen auf die Region noch große Aufgaben zu, damit auf Dauer genug Facharbeiter und Wissenschaftlerinnen da sind.
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