Industrie verliert Arbeitskräfte  

3. Februar 2026

KURZNACHRICHTEN / ARBEIT UND WIRTSCHAFT IN DER LAUSITZ  

Sachsen verliert 15.000 Erwerbstätige

2,05 Millionen Menschen waren 2025 in Sachsen erwerbstätig – und damit reichlich 15.000 Personen weniger als 2024, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz mit. Damit verlor der Freistaat in der absoluten Zahl mehr Erwerbstätige als je zuvor. Fast 9.000 Erwerbstätige verlor das Verarbeitende Gewerbe. Dem Baugewerbe kehrten knapp 3.000 Menschen den Rücken. 

In Sachsen dominierten die Verluste bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Aber auch bei den Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen gab es starke Rückgänge. Zudem verringerte sich die Zahl der marginal Beschäftigten deutlich. Ein Plus gab es bei den öffentlichen Dienstleistungen, die um 6.000 Erwerbstätigen zulegen konnten. Diese Entwicklung wurde vom Gesundheits- und Sozialwesen dominiert. 

Stimmungstief in der Ost-Wirtschaft

Der ifo Geschäftsklimaindex Ostdeutschland ist im Januar gegenüber dem Vormonat leicht gesunken. Das Stimmungsbarometer für die regionale Wirtschaft Ostdeutschlands bewegte sich von 90,1 Punkten im Dezember auf 89,8 Punkte im Januar. Die befragten ostdeutschen Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage insgesamt geringfügig besser als noch im Vormonat und senkten ihre Geschäftserwartungen zugleich leicht ab. 

Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren: Verhältnismäßig gute Stimmung ist im verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen. Die Industrieunternehmen im Osten schätzten ihre aktuelle Geschäftslage erheblich besser ein als im vergangenen Monat. Bei den Dienstleistungen kühlte sich das Geschäftsklima im Januar spürbar ab. Im Handel trübte sich das Geschäftsklima im Januar insgesamt leicht ein. Der Großhandel beurteilte die aktuelle Geschäftslage deutlich besser als im Vormonat, während der Einzelhandel die laufenden Geschäfte geringfügig schlechter einschätzte als im Dezember. Positiver ist die Stimmung hingegen im Bauhauptgewerbe. 

Büros werden teurer

In Cottbus werden Büroflächen teurer, Ladenflächen dafür günstiger. Das ergab die neueste Erhebung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus zu Gewerbemieten in Südbrandenburg. Demnach entwickelt sich das Mietniveau uneinheitlich. „Die aktuellen Daten zeigen, dass klassische Lagekategorien und feste Mitpreisspannen immer stärker verwischen“, sagte Hauptgeschäftsführer André Fritsche. 

Spitzenlagen seien kein Garant mehr für hohe Gewerbemieten. Auch dort wirken sich Leerstand und verändertes Kaufverhalten aus. Handelsmieten steigen in Königs Wusterhausen, Lübbenau und Spremberg. Gastroflächen bleiben trotz hoher Betriebskosten gefragt. Am stärksten steigen die Preise für Büros und Gewerbe im Kreis Dahme-Spreewald nahe des Flughafens BER. Senftenberg verzeichnet leichte Steigerungen, was am Tourismus und an der wirtschaftlichen Entwicklung in Schwarzheide liegen kann. red