Elbe-Elster vor der Wahl: Ländlich und mit starker Westbindung 

10. Februar 2026

ANALYSE / WAHLEN IN DER NIEDERLAUSITZ 

Der kleinste Kreis der Lausitz kann sich über Großansiedlungen von Amazon und Bundeswehr freuen. Doch dürften am Sonntag eher die Klinikstandorte die Landratswahl entscheiden. 

von Christine Keilholz 

Hier ist die Kohlekultur weit weg: Mühlberg im Kreis Elbe-Elster. Foto: Stadt Mühlberg
Hier ist die Kohlekultur weit weg: Mühlberg im Kreis Elbe-Elster. Foto: Stadt Mühlberg

Christian Jaschinski (CDU) hatte es zuletzt nicht leicht. Ein Ermittlungsverfahren gegen ihn wurde zwar eingestellt. Doch wie sehr ihn die Sache gekränkt hat, ließ der Landrat in seiner Neujahrsansprache durchblicken. „Die Vorwürfe waren unbegründet“, betonte er.   Die Affäre wirft ein hartes Licht darauf, wie politische Richtungsstreits in Elbe-Elster ausgetragen werden. 

Es ging um die kreiseigenen Kliniken, die Jaschinski fusionieren will. Ein empfindliches Thema im kleinsten und ländlichsten Kreis der Lausitz. Gerade in den Städten Finsterwalde und Elsterwerda, die ihre Kliniken verlieren sollen, ist der Widerstand groß gegen die Reform. Im Streit um die Zukunft der Kliniken verlor Landrat Jaschinski sogar einen Parteifreund. Finsterwaldes Bürgermeister Jörg Gampe ist aus der CDU ausgetreten. 

Jaschinski hat Bürgerdialoge geführt, um die Klinikfrage zu diskutieren. Gekommen sind immerhin 350 Gäste. Doch bei der einzigen großen Kandidatenrunde vor der Land…