Am Ende der Kohle fehlt das Wasser 

31. März 2026

ANALYSE / REKULTIVIERUNG IN DER LAUSITZ 

Die Braunkohle verschwindet. Damit treten die Folgen von Jahrzehnten Bergbau dramatisch zutage. Aber auch die Folgen von undurchdachter Rekultivierung. 

von Christine Keilholz 

Die Anfang des Jahres gesprengte Förderbrücke im Tagebau Jänschwalde. Ein Symbol für das Ende des Kohleabbaus in der Lausitz. Foto: Leag
Die Anfang des Jahres gesprengte Förderbrücke im Tagebau Jänschwalde. Ein Symbol für das Ende des Kohleabbaus in der Lausitz. Foto: Leag

Der Kohleausstieg kommt in Welzow nun unerwartet früh. Anfang Januar hat die Leag angekündigt, ein geplantes Teilfeld nicht mehr abzubaggern. Der letzte aktive Tagebau der Lausitz wird schon 2030 aufgegeben. Damit werden die alten Konflikte wieder wach um abgebaggerte Dörfer, zerstörte Landschaft und die Frage, was danach kommen soll. 

Denn diese Frage ist in Welzow wieder offen. Für den Energiekonzern kommt eine komplette Flutung des Tagebaus nicht mehr infrage. Für eine weitere große Badewanne fehlt der Lausitz das Wasser. Diese spürbarste Umweltfolge der industriellen Landschaftsumgestaltung schafft es regelmäßig in die Nachrichten: Wassermangel, Trockenheit, Dürre. Gesunde Flüsse und sauberes Trinkwasser sind in der Lausitz keine Selbstverständlichkeit mehr. 

Der Umweltverband BUND hat Mitte März neue Daten zur Rekultivierung veröffentlicht. Der Koh…