NEWS / ENERGIEFORSCHUNG IN COTTBUS
Solaranlagen haben mehr Probleme mit extremer Hitze als mit Regen. Das zeigt eine Studie der BTU Cottbus-Senftenberg in Kooperation mit dem Imperial College London. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss: Solaranlagen in Deutschland übertreffen häufig die bisherigen Erwartungen zur Lebensdauer – auch wenn die Leistung mit der Zeit nachlässt.
Demnach verlieren PV-Anlagen übers Jahr zwischen 0,52 und 0,61 Prozent ihrer Leistung. Das ist deutlich weniger, als bisher geschätzt wurde. Überraschend dabei: Ältere Anlagen lassen weniger nach als jüngere, komplexere Systeme. „Unsere Untersuchung zeigt, dass Solaranlagen länger zuverlässig Strom liefern als bisher angenommen“, sagte BTU-Professor Felix Müsgens. „PV ist eine wirtschaftlich attraktive Technologie, die über Jahrzehnte zuverlässig Strom erzeugt.“
Bessere Produktion bei sauberer Luft
Für die Untersuchung From shine to decline: Degradation of over 1 million solar photovoltaic systems in Germany, veröffentlicht in Energy Economics, wurden 16 Jahre lang von Daten von mehr als 1,25 Millionen PV-Anlagen mit insgesamt 34 Gigawatt installierter Leistung erhoben. Dies lieferte eine bislang beispiellose Datenbasis in Bezug auf Umfang, Qualität und Dauer.
Untersucht wurde auch der Einfluss unterschiedlicher Wetterfaktoren auf die Stromproduktion. Im Ergebnis verringern extreme Hitze, Frost und Luftverschmutzung die Funktion. Regen hat dagegen kaum Einfluss. Folglich erhöht rückläufige Luftverschmutzung die Ausbeute an Energie. red