HINTERGRUND / SCHULEN IN OSTSACHSEN
Sachsen schickt Lehramts-Studierende jeden Freitag als Praktikanten an ostsächsische Schulen. Das Projekt zeigt erstaunliche Wirkung. Doch nicht alle öffentlichen Stellen sind wirklich überzeugt.
von Christian Füller

Das Projekt begann in der Lausitz. Jetzt weitet es sich in andere Regionen Sachsens aus. Auch, weil sich Kultusminister Conrad Clemens (CDU) die Initiative zu eigen gemacht hat. Clemens hofft zum neuen Zyklus des so genannten „Alternativen Lehramtspraktikums an Schulen in Ostsachsen“ (ALSO) auf 200 teilnehmende Studierende aus Dresden. Seit vergangener Woche können sich Interessierte für das studienbegleitende Lausitzpraktikum an Schulen bewerben.
Das Alternative Lehramts-Praktikum ist eine Gemeinschaftswerk der Dresdner Erziehungswissenschaftlerin Anke Langner, des Görlitzer Apothekenbesitzers und Antreibers Roland Lindecke („Wir wollten nicht mehr jammern, sondern Lösungen anbieten.“) und des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). Das Programm startete zunächst mit 45 Studierenden, wuchs dann auf 100 an – nun sollen es mehr werden.
Das Praktikum adressiert zwei akute Herausforderungen der Schulen. Erstens fehlen gerade in ländlichen Gebieten viele Lehrkräfte; nun kommen mit den Lehramts-Studierenden mindestens Assistenzkräfte. Zweitens krankt die Lehrerbildung daran, dass Studierende erst spät erfahren, was es heißt, vor einer Schulklasse zu stehen. Die ALSO-Teilnehmer lernen das bereits im dritten Semester, manchmal auch früher.
Unter anderem geht das an folgenden Schulen: die Pestalozzi-Schule Löbau, Richard-von-Schlieben-Oberschule Zittau, Oberschule Hoyerswerda, Adolf Traugott von Gersdorf Oberschule Kodersdorf, Andert-Oberschule Ebersbach-Neugersdorf, Oberschule und Oberland-Gymnasium Seifhennersdorf, Oberschule G…