Exodus beim RefLau 

12. Mai 2026

HINTERGRUND / ENERGIEWIRTSCHAFT IN SCHWARZE PUMPE  

Das Referenzkraftwerk in Schwarze Pumpe war ein Kind der CDU-Energiepolitik, das nie wachsen konnte. Nun scheint das Vorzeigeprojekt am Ende – wegen der Energiepolitik der CDU.  

von Christine Keilholz 

In Schwarze Pumpe ist man um Ruhe bemüht. Doch Gelassenheit klingt anders.  Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) lässt auf Anfrage mitteilen, sie unterstütze „die Bemühungen der Gesellschafter des Referenzkraftwerks Lausitz  und der wissenschaftlichen Kooperationspartner, das RefLau doch noch im Industriepark Schwarze Pumpe zu halten“. 

Dass das Kraftkwerksprojekt am Ende sei, geistert seit Tagen durch die Business-Foren. Den Anlass gab Geschäftsführer Ben Schüppel, der in der vergangenen Woche für Aufmerksamkeit sorgte mit der Erklärung, dass „das Vorhaben vertagt werden muss“. Drei Jahre lang war der promovierte Chemiker Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Drei Jahre habe man für die Zukunftsvision des Grünen Wasserstoffs gebrannt, schrieb Schüppel. 

Nun haben er und ein weiterer Mitarbeiter des RefLau sich arbeitssuchend gemeldet. Mit den Gesellschaftern des Projekts war dieser Schritt nicht abgesprochen, ergaben Recherchen von Neue Lausitz. Einen konkreten Anlass gab es demnach nicht. Vielmehr ist es die Folge eines langen Erkenntnisprozesses der Beteiligten: Eines der wichtigsten Energieprojekte der Lausitz passt ganz offensichtlich nicht mehr zu den Plänen der neuen Bundesregierung.

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