ANALYSE / KOMMUNEN IN DER LAUSITZ
Ein führendes deutsches Wirtschaftsinstitut hat die Stadt jüngst geadelt. Nicht nur solche Forschung kommt gut an in der Metropole der Lausitz.
von Christine Keilholz

Als Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) zum Antrittsbesuch nach Cottbus kam, hatte die Forschung schon bestätigt, was sie sagen würde. Dass nämlich eine starke Region entsteht, wenn klimaneutrale Energie, gute Infrastruktur und wissenschaftliche Exzellenz zusammenkommen. Bär schaute sich an, was ihr Ministerium an der BTU Cottbus-Senftenberg fördert – und was all’ das Geld bewirkt.
Empfangen wurde die Bundesministerin aus Bayern von der frisch im Amt bestätigten BTU-Präsidentin Gesine Grande. Und mit einem neu erworbenen Titel, den sich die Stadt Cottbus anheften kann. Das Institut für Wirtschaftsförderung (IW) Halle hat Cottbus zur dynamischsten Stadt Deutschlands erklärt. Im aktuellen IW Regionalranking ist die Hauptstadt der Niederlausitz überraschende Aufsteigerin.
Für Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist das die Bestätigung seines Strukturwandel-Kurses. Die Hälfte der Mittel zur Stärkung der Infrastruktur, die der Bund der brandenburgischen Lausitz als Kompensation für die Braunkohle zugesprochen hat, fließe in Forschung, berichtete Woidke: das sind stolze sechs Milliarden Euro. „In Zeiten, in denen viele über Krise reden, zeigt die Lausitz: Aufbruch ist möglich“, sagte Wissenschaftsministerin Manja Schül…