Schülerschwund und Lehrermangel: Was tun?

27. Mai 2026

ANALYSE / SCHULEN IN DER LAUSITZ

Die Schulen der Lausitz verlieren massiv an Schülern in den nächsten Jahren. Gleicht das den dramatischen Lehrermangel aus? Werden aus Schulen trostlose Orte? Eine Gebrauchsanweisung.  

von Christian Füller 

Schöne Klassenzimmer wie in der Weinauschule in Zittau. Doch künftig werden kaum noch alle Stühle besetzt sein. Foto: Weinauschule
Schöne Klassenzimmer wie in der Weinauschule in Zittau. Doch künftig werden kaum noch alle Stühle besetzt sein. Foto: Weinauschule

In manchen Schulen der Lausitz fehlt ein Drittel der Lehrer. So ist die Lage derzeit. Nun soll auch die Schülerschaft laut Prognosen dramatisch schrumpfen. Das heißt: Rechnerisch braucht das Land weniger Lehrkräfte. Manch’ einer hofft nun, dass sich die beiden Übel Lehrermangel und Schülerschwund gegenseitig neutralisieren könnten. Aber so leicht wird die kranke Schule nicht zu kurieren sein. Trotzdem steckt eine Chance in der neuerlichen Schulkrise. 

1. Wie viele Schüler verliert die Schule? 

Es geht um einen dramatischen Schülerschwund. Die Zahlen sind einschneidend – man kann es nicht anders sagen. Ganz Sachsen büßt bis 2040 wahrscheinlich 20 Prozent seiner Schülerschaft ein. Gemessen an 1990 wäre das ein Verlust der Hälfte der Schulkinder: von 700.000 sächsischen SchülerInnen im Wendejahr runter auf mutmaßlich 340.000 im Jahr 2040.

Zu Recht nennt Kultusminister Conrad Clemens (CDU) die Prognose, die in seinem Auftrag erstellt wurde, die „traurigste Statistik Sachsens“. In der Oberlausitz, gerade in Görlitz und Bautzen, dürfte der zu erwartende Verlust sogar noch größer als an weiterführenden Schulen sein: Ein Drittel der Grundschüler sind in knapp 15 Jahren nicht mehr da. 

2. Gleicht der Schülerschwund den Lehrermangel aus? 

Nein, diese Art Nullsummens…