Kreis Bautzen zahlt für Kamenzer Geburtsklinik 

2. Juni 2026

NEWS / GESUNDHEIT IM KREIS BAUTZEN 

Mit der Ankündigung, die Geburtshilfe einzustellen, hat das Kamenzer Krankenhaus vor wenigen Wochen alle überrascht. Foto: St. Johannes Krankenhaus
Mit der Ankündigung, die Geburtshilfe einzustellen, hat das Kamenzer Krankenhaus vor wenigen Wochen alle überrascht. Foto: St. Johannes Krankenhaus

Kamenz kann aufatmen: Die Geburtsstation im Krankenhaus St. Johannes ist vorerst gerettet. Das hat der Kreistag in einer Sondersitzung am Sonntag möglich gemacht. Es war die letzte Gelegenheit – andernfalls hätte die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Montag ihren Betrieb eingestellt. 

Konkret hat der Kreistag beschlossen, dem privaten Klinikbetreiber einen Zuschuss von 500.000 Euro zu zahlen. Damit ist der Betrieb der Station bis zum Ende des Jahres gesichert. Die überwiegende Mehrheit der Kreisräte gab dazu ihre Zustimmung. Landrat Udo Witschas (CDU) hatte diese Lösung mit der Geschäftsleitung des Krankenhauses ausgehandelt. Die erklärte sich bereit, die Schließung der Geburtshilfe möglichst bis Ende des Jahres aufzuschieben, wenn der Kreis einen monatlichen Betriebskostenzuschuss zahlt. „Das ist ein großartiges Ergebnis und ein Resultat der Vielen, die sich hier für den Erhalt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe eingesetzt haben“, sagte Oberbürgermeister Michael Preuß (parteilos).

Freistaat greift nicht ein  

Allerdings ist die Schließung, gegen die Kamenz seit Wochen kämpft, nicht vom Tisch. Es ist lediglich ein Aufschub, den Oberbürgermeister Preuß und Landr…