HINTERGRUND / HOCHSCHULEN UND ZIVILGESELLSCHAFT IN OSTSACHSEN
Die Zukunftstage Hirschfelde machten am Wochenende ein 1.200-Einwohner-Dorf am Rand von Zittau zum Mittelpunkt der Lausitzer Forschungs-Community. Der Spirit riss selbst einen Minister mit.
von Christine Keilholz

Das Dorf Hirschfelde im Kreis Görlitz hat eine Grundschule. Eine Oberschule gibt es seit 2004 nicht mehr. Was Sachsens Kultusminister am vergangenen Freitag auf dem Dorfplatz sagte, dürfte man hier gern gehört haben: „Wir wollen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen“, sagte Conrad Clemens (CDU). „Bei dem ersten Geburtenrückgang haben wir die Schulen zu brachial geschlossen.“
Das war vor zwei Jahrzehnten und traf viele kleine Schulen im Osten Sachsens mit voller Härte. Heute müssten neue Ansätze her. „Wenn weniger Schüler da sind, haben wir eben kleinere Klassen“, so Clemens. Der Freistaat müsse es sich leisten können, das Schulnetz auf dem Land zu erhalten.
Bildung und Forschung im ländlichen Raum – diesem Ansatz folgte auch das Event, auf dem der Minister zu Gast war. Die Idee für die Zukunftstage Hirschfelde kam vom Dorfverein Zukunft Hirschfelde. Die Hochschule Zittau-Görlitz stieg als Mitorganisatorin ein. Etliche Forschungsinstitute aus der Umgebung schickten Teams und präsentierten ihre Arbeit vor den 1.200 Einwohnern Hirschfeldes – und vor 500 Schülerinnen und Schülern, die klassenweise angefahren kamen.
Campus hinterm Umgebindehaus
Hirschfelde liegt seit 2007 im Stadtgebiet von Zittau u…