HINTERGRUND / KOHLEAUSSTIEG IN DER NIEDERLAUSITZ
Die Stadt am Rande des Tagebaus sieht ihre Chancen im Strukturwandel schwinden. Nun fordert die Zivilgesellschaft mehr Anstrengung von Bund und Land.
von Christine Keilholz

Welzow im Kreis Spree-Neiße ist einer der Orte, die der Kohleausstieg am härtesten trifft. Doch vom Strukturwandel merkt man hier noch zu wenig. Davon ist eine Initiative aus Lokalpolitikern überzeugt, die sich nun mit Forderungen an den Bund wendet. Zusammen mit der Nachbargemeinde Neupetershain wehrt sich Welzow dagegen, bei der Neuordnung der Niederlausitzer Wirtschaft vergessen zu werden.
Konkret fordern die Welzower eine Perspektive für ihren Flugplatz. Der soll in ein Industriegebiet umgewandelt werden. Doch noch gibt es dafür keine sichtbaren Fortschritte. Die Straße von Welzow nach Spremberg ist noch immer nicht ausgebaut. Und der Bahnhof in Neupetershain dümpelt dahin.
Hier hätte der Strukturwandel angesetzt werden müssen, ist das Bündnis überzeugt. Dazu gehören die Vereine Traditionelle Landtechnik und Bäuerliche Lebensart Proschim und Neupetershainer Geschichten. Sie treibt um, was nach dem Ende der Braunkohle aus ihren Kultur und Bildung wird. Denn am Rand des Tagebaus Welzow hat die Kohleindustrie über Jahrzehnte alle Le…