ANALYSE / FLUGVERKEHR IN BRANDENBURG
Der Großflughafen hat es auch nach fast sechs Jahren noch schwer, in den internationalen Flugverkehr vorzudringen. Doch davon hatte sich die Lausitzer Wirtschaft viel versprochen.
von Christine Keilholz

Dubai rückt näher an Brandenburg. Die Fluggesellschaft Emirates will bald täglich vom Großflughafen Berlin Brandenburg (BER) nach Dubai fliegen. Der schwer reiche Wüstenstaat ist bei Touristen beliebt – und bei Unternehmern ebenso.
Folglich erklärten die Industrie- und Handelskammern (IHK) der Hauptstadtregion umgehend öffentliche Zustimmung – mit dem Wunsch nach mehr. „Die Hauptstadtregion braucht endlich eine moderne und bedarfsgerechte internationale Anbindung“, sagte Jens Warnken, Präsident der IHK Cottbus. „Die Pläne von Emirates zeigen, dass das Interesse am Standort Berlin groß ist.“
Das ist nicht selbstverständlich. Bisher hat der Flughafen wenige Interkontinentalverbindungen aufzuweisen. Auch fünfeinhalb Jahre nach der Eröffnung hat sich der BER im internationalen Langstreckennetz noch nicht recht durchsetzen können. Das Interesse des Emirats ist hoch willkommen. Der Plan muss noch von der Bundesregierung genehmigt werden. Dafür machen die Kammern nun Druck. Doch es ist nicht nur die deutsche Regulatorik, die den Siegeszug des Airports Willy Brand bisher verzögert hat.