ANALYSE / WIRTSCHAFT IN DER LAUSITZ
Noch reicht das Lausitzer Seenland nicht an die beliebtesten Ausflugsziele Brandenburgs heran. Doch zeigt sich immer mehr, was der Wirtschaftsfaktor Tourismus einbringen kann zwischen den drei pulsierenden Metropolen Ostdeutschlands.
von Christine Keilholz

Von historischen Meilensteinen ist in der Lausitz öfter die Rede. Doch dieser hier hat am gestrigen Montag tausende Menschen überzeugt. Die meisten kamen am Nachmittag in Badeanzügen, um das neu entstandene Seenland gleich selbst zu testen.
In den Tagebau-Löchern von Großräschen, Senftenberg, Sedlitz, Partwitz und Geierswalde ist Europas größte künstliche Wasserlandschaft entstanden. Das macht die Zufriedenheit groß und die Erwartungen noch größer. Rund um Senftenbergs Stadthafen, dem touristischen Zentrum des Seenlands, hat sich eine Geschäftsumgebung für Segler, Surfer und Camper. Radurlauber können knapp 200 Kilometer auf der Seenland-Route die Seen umrunden. Sommerfrischler aus Berlin, Dresden und der näheren Umgebung kommen hier gern her. Nun erhofft sich das Seenland einen weiteren Schub an Aufmerksamkeit.
„Attraktive Regionen ziehen auch Menschen aus anderen Regionen an, hier herzukommen und ihren Urlaub zu verbringen“, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bei der Eröffnungsfeier. Sein Pendent Michael Kretschmer (CDU) aus Sachsen schob nach: „Jetzt haben Generationen von Menschen die Chance, hieraus etwas zu machen, im Gas…