Einstein-Teleskop: Sachsen und Sardinien  

14. Juli 2026

NEWS / FORSCHUNG IN DER OBERLAUSITZ

Sachsens Bündnis mit Sardinien wird konkret. Beide Regionen wollen sich gemeinsam um das Einstein-Teleskop bewerben. An diesem Freitag wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von beiden Seiten im sardinischen Nuoro die Kooperation besiegeln

Aus Sachsen reisen die ProfessorInnen Angela Rösen-Wolff und Christian Stegmann an. Die Prorektorin der TU Dresden und der Verantwortliche für die sächsische Bewerbung um das europäische Großprojekt treffen in der 33.000-Einwohner-Stadt mit den Professoren Antonio Zoccoli, Präsident des Istituto Nazionale di Fisica Nucleare, Roberto Ragazzoni, Präsident des Istituto Nazionale di Astrofisica, und Fabio Florindo, Präsident des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia zusammen. 

Drei Bewerber fürs Einstein-Teleskop

Gemeinsam wollen die Kandidatenregionen Lausitz und Sardinien die Chancen erhöhen, sich gegen ihre europäischen Mitbewerber durchzusetzen. Ein Teil des Großwellen-Observatoriums soll in der Oberlausitz gebaut werden. Das Vorhaben ist verbunden mit dem Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA), zu dessen Initiatoren Stegmann gehörte. Organisatorisch läuft die Bewerbung unter dem Dach der TU Dresden. Zur deutschen Delegation gehören Sachsens Wissenschafts-Staatssekretärin Heike Graßmann und Hubertus Rietscher, Bürgermeister von Ralbitz-Rosenthal im Kreis Görlitz. 

Für den Bau des Teleskops gibt es derzeit drei international anerkannte Kandidatenregionen: die Lausitz, Sardinien sowie die Euregio Maas-Rhein. Die Standortentscheidung wird für die zweite Hälfte des Jahres 2027 erwartet. red