Rechenzentren und Kommunen: Ein Boom mit Tücken

28. Juli 2026

ANALYSE / DIGITALWIRTSCHAFT IN BRANDENBURG  

Für Brandenburg sind Rechenzentren aktuell der größte Wachstumsmarkt. Doch was haben die Kommunen von den Großanlagen, die in immer mehr Gewerbegebieten entstehen? 

Rechenzentren in der Lausitz
So soll das Rechenzentrum von Schwarz Digits in Lübbenau aussehen. Grafik: Schwarz Digits

Autor

Gereon Wintz

Quer durch die Lausitz reihen sich derzeit Ankündigungen, Bauanträge und Netzanfragen für neue Rechenzentren – von ehemaligen Kraftwerksarealen über Gewerbeparks bis zu Flächen, die noch vor Kurzem für ganz andere Ansiedlungen gehandelt wurden. In Lübbenau baut Schwarz Digits, in Massen kauft sich Amazon ins Gewerbegebiet ein. Auch für Boxberg im Kreis Görlitz und Herzberg im Kreis Elbe Elster sind Datacenter im Gespräch. 

Die Zahlen, mit denen Netzbetreiber und Wirtschaftsförderer hantieren, sind beeindruckend und lassen wenig Zweifel: Der Boom für die Motoren der KI-Nutzung der Wirtschaft hat gerade erst begonnen. Weniger klar ist, was er für zwei Aspekte bedeutet, die im Strukturwandel-Diskurs sonst hohe Priorität haben – Beschäftigung und Ressourcenverbrauch. Bei Rechenzentren fallen die Antworten bislang dünner aus als bei anderen Großansiedlungen der Region.

Ganze 30 Rechenzentren bearbeitet die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) aktuell. Zehn davon befinden sich bereits in Umsetzung oder sind kurz davor. „Rechenzentrumsansiedlungen bilden, vor allem bei den Investitionsvolumina, das mit Abstand stärkste Segment in unserer aktuellen Projektpipeline“, erklärt Sebastian Saule, Geschäftsführer der WFBB gegenüber Neue Lausitz. Wie viele Projekte und…