Forschungsland Lausitz

11. August 2026

ANALYSE / WISSENSCHAFT IN DER LAUSITZ

In wenigen Wochen beginnt der Lehrbetrieb an der Medizinuniversität in Cottbus. Sie ist Teil eines massiven Aufbaus von Forschung in der Region. Wie geht es voran?

2024 wurde die zweite Universität der Lausitz gegründet. So soll sie einmal aussehen. Bild: MUL
2024 wurde die zweite Universität der Lausitz gegründet. So soll sie einmal aussehen. Bild: MUL

Bund und Länder investieren Millionen, um Wissenschaft und Innovation als Zukunftsbranche der Lausitz zu fördern. Allerdings dauert der Aufbau von Instituten lange. Noch länger dauert es, bis diese Einrichtungen einen Struktureffekt entfalten: Es sollen einerseits hochwertige Jobs entstehen, die jungen Lausitzerinnen und Lausitzern Karrieren in der Heimat ermöglichen. Andererseits sollen diese Jobs international davon künden, dass die Lausitz gut ausgebildeten Leuten Chancen bieten kann. Kurzum: Wissenschaft ist das nachhaltigste Mittel gegen den demografischen Druck, gegen Abwanderung und Überalterung.

Diesen Aufbau können nicht allein Lausitzer Hochschulen bewältigen. Die BTU Cottbus-Senftenberg hat neue Spezialisierungen entwickelt – wie ein Energie-Innovationszentrum, den iCampus und das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus (Chesco). Überdies werden in Senftenberg nun auch Grundschullehrer ausgebildet.

Doch das Prestige-Projekt Brandenburgs, die Medizinerausbildung, hat das Land der BTU nicht überlassen. Dafür wurde eine neue Hochschule gegründet. Die Medizinuniversität Lausitz (MUL) ist die vierte Hochschule der Region – nach der BTU, der TH Wildau, der Hochschule der Sächsischen Polizei in Rothenburg und der Hochschule Zittau/Görlitz.

Letztere steht beim Strukturwandel im Schatten der großen Universitäten. Die TU Dresden ist zum Träger der großen Wissenschaftsprojekte in Ostsachsen geworden. Daneben sind auch die TU Chemnitz und die TU Bergakademie Freiberg mit Projekten in der Lausitz eng…