Gezerre um Elbe-Elsters Krankenhäuser  

11. August 2026

ANALYSE / GESUNDHEITSWIRTSCHAFT IN DER NIEDERLAUSITZ  

Der Landrat hat den Chef des Kreisklinikums entlassen. Nun stehen schwere Vorwürfe im Raum. Will Marcel Schmidt (parteilos) am Kreistag vorbei die Krankenhäuser privatisieren? 

Das Krankenhaus Elsterwerda steht als eins der drei Kreiskliniken auf dem Prüfstand. Foto: Elbe-Elster-Klinikum
Das Krankenhaus Elsterwerda steht als eins der drei Kreiskliniken auf dem Prüfstand. Foto: Elbe-Elster-Klinikum

Als Marcel Schmidt (parteilos) im März die Wahl zum Landrat von Elbe-Elster gewann, hatte er einer zentrale Botschaft: Bei den kreiseigenen Kliniken alles anders zu machen als sein Vorgänger. Nun hat Schmidt gezeigt, wie er das meint: Der Geschäftsführer des Klinikums Elbe-Elster muss gehen. Michael Winkler wurde am Donnerstag mit sofortiger Wirkung entlassen und ist seit Anfang dieser Woche ohne Job. Seitdem überschlagen sich die Ereignisse in der Kreispolitik. 

Die CDU-Fraktion geht nun in die Gegenoffensive. Am Montag hat Fraktionschef Sebastian Loos eine Beschwerde bei der Kommunalaufsicht eingereicht. Ihm ist der abrupte Wechsel an der Spitze des Klinikums suspekt. Ebenso die Vorgänge, die dazu geführt haben, sagte Loos zu Neue Lausitz. „Es gab keinen Beschluss des Kreistages, keine Information an die Abgeordneten und keine erkennbare Eilbedürftigkeit.“ 

Der Christdemokrat äußerte zudem den Verdacht, dass zentrale Entscheidungen für die Zukunft der drei Kliniken längst im Hintergrund vorbereitet würden. Denn was genau Landrat Schmidt mit den Kliniken vorhat, äußert er bislang weder gegenüber den Kreisräten noch öffentlich. Dabei war der 37-jährige Politiker mit dem Versprechen angetreten, die Gesundheitsversorgung transparent und ergebnisoffen anzugehen. 

20 Millionen Euro fehlen  

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