„Gefahr eines großflächigen Stromausfalls ist real“

5. September 2026

NEWS / ENERGIEVERSORGUNG IN DER LAUSITZ 

Ein teilweise erfolgreicher Anschlag auf die Energieinfrastruktur der Lausitz wirft ein Schlaglicht auf die neue Bedrohungslage der Energie-Region. Wind- und Solarenergie verhinderten Blackout. 

Autor

Christian Füller

Die Polizei suchte noch am Freitagabend fieberhaft nach dem mutmaßlichen Täter des Anschlags von Jänschwalde, genauer dem nahe gelegenen Umspannwerk Preilack. Manipulierte Feuerwerksraketen hatten Kurzschlüsse an Hochspannungsleitungen ausgelöst. Der Block B des Kraftwerks Jänschwalde schaltete sich automatisch ab – 500 Megawatt Leistung fielen abrupt aus. 

Das Risiko eines großflächigen Stromausfalls ist real, nicht erst seit dem Vorfall in Jänschwalde“, sagte dazu Felix Müsgens, einer der Energie-Experten der Region zu Neue Lausitz. Der Professor für Energiewirtschaft und Leiter des Energieinnovationszentrums der BTU Cottbus-Senftenberg warnte davor, den ausgebliebenen Blackout mit Entwarnung zu verwechseln: Das Netz hielt, weil Sicherungen griffen. 

Verfügbare Erneuerbare trotzen Blackout

Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen reagierte das Stromsystem auf den Kurzschluss mit der Abschaltung des betroffenen Kraftwerksblocks. Die vorhandene Redundanz im Netz konnte den Leistungsausfall auffangen. Das war an diesem Tag schnell verfügbarer Solar- und Windstrom, der den 500 Megawatt-Ausfall kurzfristig ersetzen konnte. 

Der Leiter des Energiezentrums, Müsgens, setzt deshalb weniger auf die…