So viel Wasser verbraucht Amazon in Massen

15. September 2026

HINTERGRUND / DIGITALWIRTSCHAFT IN DER NIEDERLAUSITZ 

Der Tech-Gigant baut ein Großrechenzentrum bei Finsterwalde. Für die Kühlung soll teilweise Grundwasser verwendet werden. Damit wächst die Sorge um die knappe Ressource. 

Wer rechnen will, muss kühlen – das kostet unter Umständen viel Wasser. Foto: AWS/Noah Berger

Autor

Gereon Wintz

In Teilen der USA toben handfeste Konflikte um Wasser: In New Mexico etwa fürchten Landwirte, im Wettstreit mit den Rechenzentren der Tech-Konzerne um das knappe Wasser der dürregeplagten Region den Kürzeren zu ziehen. Dass nun auch US-Konzerne wie Amazon Web Services (AWS) in der Lausitz große Rechenzentren bauen, weckt vielerorts Unbehagen. Sind die Sorgen berechtigt?

7,8 Milliarden Euro investiert der Amazons IT-Sparte AWS allein in Brandenburg. Mit diesem Geld entstehen große Rechenzentren in Baruth im Landkreis Teltow-Fläming und in Massen bei Finsterwalde. Dass sich AWS ausgerechnet Brandenburg für seine Investitionen ausgeguckt hat, kommt nicht von Ungefähr. Der Konzern baut eine europäisches Cloud-Produkt auf, das den Datenschutzanforderungen der Europäischen Union genügen soll. Gesteuert wird dieses Vorhaben aus Potsdam, wo die AWS European Sovereign Cloud ihren Sitz hat.

Größe noch unklar

Neben Fläche, Netzanbindung und güns­tigem Strom braucht ein Rechenzentrum aber vor allem eines: Kühlung. Und die kostet, je nach Bauart, auch Wasser – in einer Region, die mit ihren Wasserreserven ohnehin schon haushalten muss. Dies gilt auch für Massen bei Finsterwalde. Laut Medienberichten vom Januar soll das dortige Rechenzentrum auf eine Anschlussleistung von rund 200 Megaw…