Art of Building: Strukturprojekt mit seltsamer Karriere

29. September 2026

ANALYSE / WISSENSCHAFT IN DER OBERLAUSITZ 

Es war der Sieger der Herzen im Wettbewerb um das Großforschungszentrum Oberlausitz. Nun soll das Projekt, das einst „Living Art of Building“ hieß, endlich gebaut werden – in Bautzen, Dresden, Stuttgart und Weimar.  

Startschuss im Bundesrat für das Deutsche Forschungszentrum für zukunftsfähiges Bauen. Foto: Bundesbauministerium
Startschuss im Bundesrat für das Deutsche Forschungszentrum für zukunftsfähiges Bauen. Foto: Bundesbauministerium

Am Rand der Bundesratssitzung am vergangenen Freitag trommelte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) mehrere Ministerpräsidenten zusammen. Zu feiern gab es die Übergabe einer Förderurkunde für eine Forschungseinrichtung, deren Name noch ziemlich neu ist in der deutschen Wissenslandschaft. Das „Deutsche Forschungszentrum für zukunftsfähiges Bauen“ (DFZ-Bau) hat damit erstmals öffentlich von sich reden gemacht. 

Ganz neu ist das Projekt indes nicht. In der sächsischen Wissenslandschaft war es ursprünglich als „Lausitz Art of Building“ bekannt, später als „Living Art of Building“. Oder einfach als Bauforschungszentrum. Seit mehr als vier Jahren gehört es zum Portfolio dessen, was in der Oberlausitz entstehen soll. Unklar waren noch der Name und die Finanzierung. Nun hat Ministerin Hubertz Fakten geschaffen. 

Die ersten Forschungsprojekte sollen in Dresden, Stuttgart, Karlsruhe und Weimar laufen. Noch in diesem Jahr soll das Zentrum institutionell gegründet werden. Allerdings nicht nur in Bautzen, wie ursprünglich geplant. Neben der TU Dresden, wo die Idee einst entstanden war, sind überdies weitere Universitäten beteiligt. Folglich stehen auf dem Gründungsfoto neben der Ministerin auch die Regierungschefs von Baden-Württemberg und Thüringen, Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und Mario Voigt (CDU). Sie alle reklamieren die Ansiedlung für sich. F…