HINTERGRUND / FÖRDERUNG IN DER LAUSITZ
Das Cottbuser Stadion der Freundschaft soll Strukturmittel für die Sanierungsplanung bekommen. Anders als die Eisarena in Weißwasser, die scheinbar durch alle Förderraster fällt. Warum schafft Brandenburg, was in Sachsen nicht geht?
von Christine Keilholz

Die Eisarena in Weißwasser braucht dringend Investitionen. Doch Sachsens Sportministerium fühlt sich nicht zuständig. Foto: Lausitzer Füchse
Das Cottbuser Stadion der Freundschaft wird ein Fall für den Strukturwandel. Es soll Kohlegeld in die Sportstätte fließen, darauf haben sich Brandenburg, die Stadt Cottbus und der Verein FC Energie Cottbus geeinigt. Am vergangenen Donnerstag machte die landeseigene Wirtschaftsregion Lausitz (WRL) den Weg für erste Fördermittel aus dem Stark-Förderprogramm frei. Mit dem Geld soll ein Konzept für den Umbau des 1930 gebauten Stadions erstellt werden.
Die WRL betonte im Anschluss, das Projekt habe den üblichen Qualifizierungsprozess durchlaufen, wie jedes andere Projekt auch. Aber es spricht für die ausgeprägte Fankultur in der Landesregierung, dass man schließlich die Modernisierung einer Profi-Sportstätte, die zudem einem Profi-Verein gehört, in der Werkstatt 4 unterbrachte. Namentlich zuständig für „Daseinsvorsorge, ländliche Entwicklung & smart regions”. Jedenfalls wurde nach einhelligem Bericht der drei Antragsteller das Projekt „prompt genehmigt“.
Damit ist der FC Energie Cottbus offiziell als Wirtschaftsfaktor anerkannt, der im Interesse der Allgemeinheit mit öffentlichem Geld gefördert werden kann. Denn eigentlich ist über die Strukturförderung keine direkte Unternehmensförderung möglich. Dem 1966 gegründeten Traditionsverein ist gelungen, was den Lausitzer Füchsen im 40 Kilometern entfernten Weißwassern nicht vergönnt war. Der Eishockey-Club ist an den Hürden der Strukturförderung bisher gescheitert und ha…