ANALYSE / ENERGIEWIRTSCHAFT IN DER LAUSITZ
Photovoltaik war lange das Lieblingskind unter den Erneuerbaren. Doch nun liegen Großprojekte in der Lausitz auf Eis. Negative Strompreise und neue gesetzliche Vorgaben haben die Solarbranche unter Druck gesetzt. Wie geht es weiter?
Von Gereon Wintz

Wird dem Photovoltaik-Sektor sein eigener Erfolg zum Verhängnis? Bei der Leag ist der Bau von Großprojekten ins Stocken geraten. Auf rekultivierten Flächen des Tagebaus Welzow-Süd sollte ein Solarpark mit bis zu 140 Megawatt Spitzenleistung entstehen. Doch der Ausbau liegt vorerst auf Eis.
Als Ursache nennt der Konzern negative Strompreise – ein Resultat des rasanten Ausbaus von Solarpaneelen in den vergangenen Jahren. „Grundsätzlich ist die Umsetzung von Photovoltaik-Projekten in Deutschland zunehmend schwierig“, erklärt ein Sprecher des Konzerns auf Anfrage. „Daher konzentrieren wir uns aktuell auf die wirtschaftlichsten Projekte.“ Ähnliches hört man zurzeit öfter in der Branche.
Tatsächlich findet zurzeit eine Kurskorrektur in der Energiewende statt. Sie wurde ausgelöst durch eines der letzten Gesetze der Ampel-Regierung und ist zudem eine Folge der wachsenden Wirtschaftlichkeit von Batteriegroßspeichern. Die Veränderungen sind in der Lausitz deutlich zu spüren. Solarparks sind weniger lukrativ geworden. Dennoch dürfte der weitere Ausbau von Photovoltaik in der Energieregion nicht zum Erliegen kommen.
Ein Drittel mehr Anlagen
Solar galt lange als die verträglichere und akzeptiertere Energ…