NEWS / BRAUNKOHLEABBAU IN SACHSEN
„Baum fällt“, heißt es in Schleife im Landkreis Görlitz seit dem 2. Januar. Gegen die Enteignung und Rodung eines Waldgrundstücks am Tagebau Nochten durch die Leag hatten sich die Besitzer ans Bundesverfassungsgericht gewendet – allerdings ohne Erfolg. Seit vergangenem Freitag heulen nun die Kettensägen.
Konkret geht es um ein Waldstück von 5.000 Quadratmetern im Ausdehnungsbereich des Tagebaus in Richtung der Dörfer Mulkwitz und Rohne. Die Eigentümer des Waldes weigerten sich, ihr Grundstück an die Leag zu verkaufen. Stattdessen verpachteten sie den Wald an die Umweltinitiative Grüne Liga Cottbus, die dort Kultur- und Bildungsveranstaltungen organisiert. Da es keine Einigung mit der Grundstücksbesitzerin gab, beantragte die Leag beim Oberbergamt die bergrechtliche Grundabtretung. Im Oktober 2024 wurde ihr der Besitz des Grundstücks vom Bergamt zum 1. Januar 2026 entzogen.
Verfassungsgericht verhindert Rodung nicht
Hiergegen klagten die Besitzer. Doch im Dezember 2025 gab das sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) bekannt, die Enteignung nicht zu stoppen. Um die Rodung des Waldes auf juristischem Wege zu verhindern, blieb den Eigentümern damit lediglich eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Diese konnte jedoch nicht vor der Entei…