ANALYSE / BRAUNKOHLE IN DER LAUSITZ
Braunkohle wird immer unwirtschaftlicher. Die Fördermengen in der Lausitz gehen seit Jahren zurück. Nun hat die Leag neue Pläne mit den Tagebauen.
Von Gereon Wintz

66 Kilogramm Sprengstoff brauchte es am vergangenen Donnerstag, um die 11.000 Tonnen schwere Förderbrücke F60 zu Boden zu bringen. Der 500 Meter lange und 80 Meter hohe Stahlkoloss förderte einst 14 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr. Als größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt ging die F60 in die Geschichte ein. Von den fünf Exemplaren der F60 sind noch drei in Betrieb. Sie stehen in den verbliebenen aktiven Tagebauen der Lausitz: Welzow-Süd, Reichwalde und Nochten.
In Jänschwalde ist es mit der Kohleförderung seit zwei Jahren aus. Die Sprengung steht damit für einen Prozess, der bereits im Gange ist: Das Ende der Kohleförderung in der Lausitz. In den vergangenen Wochen zeichneten sich erhebliche Verschiebungen in den Planungen der Leag ab. Der Konzern rückt von den einst geplanten Tagebaugrößen ab. Welzow-Süd und Reichwalde werden kleiner, in Nochten wurde hingegen ein weiteres Teilfeld beantragt.
Kohleförderung geht zurück
Die Menge geför…