„Wir müssen die Demografie entspannter sehen“

17. Februar 2026

INTERVIEW / ALEXANDER ERBERT ÜBER SEINE PLÄNE FÜR OBERSPREEWALD-LAUSITZ

Mit Alexander Erbert (CDU) tritt ein Generationenwechsel in den Niederlausitzer Kreisen ein. Er will mit neuen Tönen die Menschen für Kreispolitik begeistern – auch wenn die nicht leichter wird. 

45 Millionen Euro Defizit und nur 600 Babies im Jahr. Das sind keine erfreulichen Zahlen zum Amtsantritt von Alexander Erbert. Foto: privat
45 Millionen Euro Defizit und nur 600 Babies im Jahr. Das sind keine erfreulichen Zahlen zum Amtsantritt von Alexander Erbert. Foto: privat

Herr Erbert, Sie treten am 9. Mai Ihr Amt an. Was werden Sie als erstes anders machen? 

Das Büro wechseln. Ansonsten werde ich nicht so viel anders ändern. Siegurd Heinze hat 16 Jahre lang einen guten Job gemacht. Der Kreis hat ein gutes Standing, das ist das Ergebnis dieser Politik, auch wenn wir natürlich Baustellen haben für die nächsten Jahre. Der demografische Wandel wird in OSL deutlich spürbar werden. 

Was kann man vom Landratsamt aus gegen die Demografie machen? 

Wir müssen diese vor allem annehmen. Wir haben seit zwei Jahren einen Geburteneinbruch. Das heißt, wir haben nur noch 600 Geburten im Jahr, vor drei Jahren waren es noch 800. Da brauchen wir uns nicht vormachen, wir könnten das durch Zuzügler aus Berlin oder Dresden ausgleichen. Wir können das auch nicht zurückdrehen. Offen gesagt: Der Kreis wird künftig weniger Einwohner haben. Wir müssen uns darauf einstellen mit unseren Bildungseinrichtungen und Kitas. Aber wir sollten das auch ents…