ANALYSE / LANDRATSWAHLEN IN DER NIEDERLAUSITZ
In Spree-Neiße, im Herzen der Kohleregion, hat die AfD-Kandidatin Christine Beyer am Sonntag klar dominiert. Doch in der Stichwahl in zwei Wochen hat sie einen starken Gegner.
von Christine Keilholz


Der Kreis Spree-Neiße hat an diesem Sonntag über den Strukturwandel abgestimmt. Das Ergebnis: Mehr als 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler sind dagegen. So lässt sich die erste Runde der Landratswahl, aus der die AfD-Kandidatin Christine Beyer mit 42,41 Prozent als mit Abstand stärkste Kandidatin hervorging, plausibel erklären. Beyer ist keine bekannte Politikerin und auch in der AfD-Szene bisher keine hervorstechende Gestalt gewesen. Doch die 62-Jährige hat nun gute Chancen, als erste Vertreterin der rechtsextremen Partei einen Landkreis zu regieren.
Mit Spannung schaut der Kreis nun auf die Stichwahl am 22. März, dann muss sich Beyer mit Martin Heusler messen. Der Christdemokrat wurde mit 30,52 Prozent der Zweitplatzierte im ersten Wahlgang. Er hat, anders als Beyer, nicht nur mit seiner Lausitzer Herkunft geworben, sondern auch mit seinem beruflichen Werdegang: Der 40-Jährige war Offizier bei der Bundesweh…