NEWS / DIGITALE VERWALTUNG IN DER NIEDERLAUSITZ
Brandenburgs Landesbeamte können künftig ganz offiziell auf Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz zugreifen. Statt mit privaten Accounts eine Schatten-KI für dienstliche Entwürfe zu nutzen, steht nun das KI-Tool LLMoin bereit, das datenschutzkonform sein soll. LLMoin kann Texte für die Behördenmitarbeiter zusammenfassen, Reden entwerfen und Bürgerschreiben blitzschnell verfassen. Allerdings kann es noch nicht auf alle Daten in den Behörden zugreifen. Um LLMoin in Brandenburg als Bürokratie-KI einzusetzen, gab die Lausitz den entscheidenden Anstoß… (Weiterlesen mit Abo)
Der Grund für den Lausitzer Einfluss liegt in der Sprache: Weil Sorbisch in Brandenburg Amtssprache ist, musste auch die Künstliche Intelligenz das Minderheitsidiom beherrschen. Als die Brandenburger KI-Experten den Markt sichteten, scheiterten die meisten KI-Tools noch an Sorbisch, LLMoin beherrschte die Sprache. Genauer kann jenes LLM Sorbisch, das LLMoin antreibt, ChatGPT-4o. Auch Neue Lausitz hat die KI bereits für Übersetzungen ins Sorbische genutzt.
Noch kein Zugriff auf Fachakten
Trotz der Verwaltungsexpertise von LLMoin bleibt ein politisches Störgefühl: Die Rechenpower wird über die Infrastruktur von Microsoft Azure bereitgestellt. Zwar betonen die Verantwortlichen, dass die Daten in einer gekapselten Umgebung verarbeitet werden. Doch Kritiker fragen sich, ob technische Sicherungen gegen den Zugriff durch US-Behörden dauerhaft ausreichen. Zudem steht die Verwaltung vor einer weiteren Hürde: Bisher agiert die KI noch als „externer Berater“, dem …