ANALYSE / INDUSTRIE IN OSTDEUTSCHLAND
Brandenburg wollte sich als Autoland einen Namen machen. Doch nun steckt die Branche tief in der Krise – selbst die Elektromobilität. Die Lausitz hofft weiter auf Batteriefabriken

Autorin

Martina Klement (CSU) sieht sich in Sachen Auto in einer besseren Lage als viele ihrer Amtskollegen. Da müssten einige um Zehntausende Arbeitsplätze fürchten, sagte Brandenburgs Wirtschaftsministerin jüngst bei einem Besuch in Schwarze Pumpe. Ihr Blick richtete sich unter anderem nach Zwickau auf das bedrohte VW-Werk. Dass Volkswagen möglicherweise vier Fabriken schließen will, trifft Brandenburg nicht direkt. Hier hofft man stattdessen auf einen der größten Konkurrenten von VW – Tesla. „Wir haben einen großen Player hier, mit dem sind wir absolut gegen den Trend“, sagte Klement.
Der US-Autobauer Tesla beitreibt seit März 2022 in Grünheide seine Gigafabrik. Tesla hat sich über drei Wellen erweitert. Demnächst sollen in Grünheide Batterien vom Band laufen, damit sollen weitere 3.500 Jobs entstehen.
Dank Tesla kann sich Brandenburg weiterhin als Autoland fühlen. Auch wenn, wie Ministerin Klement bedauert, sich das Land nicht so mit der Marke identifiziert wie andere Regionen mit VW, Porsche oder BMW. Gerechtfertigt sei das allemal, denn Tesla sei nun mal „unser größter Arbeitgeber, der nach wie vor großes Wachstum bringt“. Das sagte die Ministerin in der Lausitz. Aber gerade hier zeigt sich, dass die Transformation von einer Energie-Region in eine von Autofabriken nicht ohne Weiteres klappt. Die hohen Erwartungen in den elektrifizierten Automobilbau sind nicht leicht erfüllbar.
Quantifizierbarer Tesla-Effekt
Die Batteriefabrik…