Lausitzer Wasserkrise bedroht Berlin

14. Juli 2026

NEWS / WASSERMANGEL IN DER LAUSITZ  

Wasser
Grafik: TU Berlin

Ein Forschungsprojekt der TU Berlin zum Wasserhaushalt in der Lausitz kommt zu einem dramatischen Befund. Die Region wird immer stärker von Wassermangel betroffen sein. Auch die Bundeshauptstadt leidet darunter, weil die Spree nicht mehr genug Wasser nach Berlin transportieren kann.

Die Wasserkrise ist nach den Ergebnissen des Verbundprojekts „SpreeWasser:N“ kein Übergangsphänomen. Das Untersuchungsgebiet zwischen Spreewald und Berlin leide unter einem strukturellen Wasserdefizit. Seit der Jahrtausendwende sind die Grundwasserstände örtlich um bis zu drei Meter gefallen. „Die Wasserkrise ist längst Realität. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein grundlegender Wandel im regionalen Wassermanagement notwendig ist – weg von der schnellen Entwässerung, hin zur aktiven Speicherung und Rückhaltung von Wasser“, schreibt Projektleiterin Irina Engelhardt von der TU Berlin.

Spree seit Jahren schwächer

Regen fällt laut der Untersuchung unregelmäßiger und häufiger als Starkregen. Ausgetrocknete Böden können das Wasser kaum aufnehmen. Zugleich steigt die Verdunstung. In vielen Jahren liegt sie bereits über dem Niederschlag. Die Folge ist eine neg…