ANALYSE / GEWERKSCHAFTEN IN HOYERSWERDA
Im 7. Jahr des Kohleausstiegs weichen auf der Konferenz der Gewerkschaften Power-Point-Versprechen hinter Fragen zum Nutzen staatlicher Investitionen zurück. Ein Strukturwandel im Strukturwandel war zu spüren in Hoyerswerda.

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Stefan Körzell hat klare Vorstellungen, was er vom Strukturwandel nach dem Kohleausstieg erwartet. „Die Lausitz braucht Investitionen, Ansiedlungen und neue Arbeitsplätze“, sagte der Vize-Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) am Montag in Hoyerswerda.
Im Saal saßen nicht nur Betriebsräte und GewerkschaftssekretärInnen. Es war die gesamte Strukturwandel-Gemeinde der Lausitz da – von den beiden Lausitz-Beauftragten der Länder über die Bürgermeisterinnen der Lausitz-Runde bis zu Vertretern der Kammern. Die Lausitzkonferenz des DGB ist eins der großen Klassentreffen der Region im Jahreskalender. Hier werden die Schwerpunkte gesetzt für die Wirtschaftsdebatte.
Der diesjährige Schwerpunkt ist nicht neu. Er lautet zusammengefasst: Dranbleiben, durchziehen, nicht nachlassen. „Wir dürfen den Weg nicht aus den Augen verlieren“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete Kathrin Michel, für die die DGB-Konferenz ein Pflichttermin ist. „Ich höre dauernd aus der Union, wir müssen die Reservekraftwerke dauerhaft laufen lassen. Das ist dumm, denn die Leute in der Lau…