Wie die BTU vom Strukturwandel profitiert

22. September 2026

ANALYSE / WISSENSCHAFT IN DER NIEDERLAUSITZ

Die Universität der Lausitz ist in ihrer heutigen Form ein Produkt des Kohleausstiegs. Nun beginnt eine neue Phase. Für den Lehrbetrieb, den Lausitz Science Park und die Präsidentin. 

Leuchtturm der Wissenschaft: Die Unibibliothek von Herzog & de Meuron thront seit 2004 auf dem Hügel gegenüber des Hauptcampus. Foto: NL
Leuchtturm der Wissenschaft: Die Unibibliothek von Herzog & de Meuron thront seit 2004 auf dem Hügel gegenüber des Hauptcampus. Foto: NL

In der nächsten Woche beginnt nicht nur das neue Wintersemester, sondern auch für Gesine Grande eine neue Phase. Die 62-Jährige startet am 1. Oktober in ihre zweite Amtszeit als Präsidentin der BTU Cottbus-Senftenberg. Gewählt wurde Grande bereits im Mai vom akademischen Senat – ohne Konkurrenz. Ihre Ernennungsurkunde bekam sie in der vergangenen Woche von Brandenburgs Wissenschaftsministerin. Manja Schüle (SPD) lobte die zweitgrößte Hochschule des Landes für ihre Innovationsstärke, Vernetzung, Haltung und Zukunftszuversicht – und sie lobte Grande, die der BTU „Strahlkraft und Schub gegeben“ habe. 

Mit Grandes Wiederwahl ist der Turnuswechsel an einer der Schaltstellen der Lausitz reibungslos geglückt. Seit sie 2020 nach Cottbus kam, hat die BTU etliche neue Studiengänge eingeführt. Dazu gehören Grundschul-Lehramt und Hebammenwissenschaften am Zweitstandort Senftenberg. In Cottbus wurden ein Energie-Innovationszentrum (EIZ) und eine Forschungseinrichtung für klimafreundliche Mobilität (Chesco) ins Leben gerufen. Seit Ende 2025 wird mit dem Zentrum für Strukturwandel und Regionalentwicklung (Zestur) eine Sozialforschung zum Strukturwandel aufgebaut. Dafür fließen mehr als 18 Millionen Euro aus dem Strukturstärkungsgesetz. 

Das sind nur die größten Projekte von Hunderten, die an der BTU dazugekommen sind. Auch bei den Studierenden ist das Interesse an der BTU gewachsen. 7.500 junge Leute studieren aktuell an den drei Standorten in Cottbus, Cottbus-Sachsendorf und Senftenberg. 

185 Professuren und 1.500 J…