ANALYSE / BILDUNG IN DER NIEDERLAUSITZ
Lehrer studieren und dabei ein volles Gehalt bekommen, das gibt es nur in der Lausitz. Die BTU Cottbus-Senftenberg hat mit zwei Ministerien ein Lehramtsstudium ausgeheckt, das wohl bald ganz Deutschland kopieren wird.


Autor
Christian Füller
Bislang galt das Modell der Freitagslehrer in der Oberlausitz als das vorbildliche Studienmodell für Lehrer in der Region. Nun bietet die Niederlausitz ein Studium für Grundschullehrer an, das sogar bundesweit Furore macht. Der Masterstudiengang für das Grundschullehramt in Senftenberg dauert nur vier Semester, die Studierenden verdienen dabei monatlich 1.800 Euro – und sie brauchen anschließend kein Referendariat mehr absolvieren.
Der Stifterverband für die Wissenschaft hat das Senftenberger Lehramtsstudium ausgezeichnet. Für die Lausitz hat es den Vorteil, dass Studierende schnell in die Praxis wechseln können und damit den Lehrermangel unmittelbar bekämpfen helfen. Das Studium hat vergangene Woche begonnen.
Ähnlich wie in dem „Alternativen Lehramtspraktikum“ der TU Dresden treffen die Senftenberger Studierenden sehr früh auf Schülerinnen und Schüler. Genauer gesagt: bereits ab Tag eins des Master-Studiums werden die Studierenden ins Klassenzimmer entsandt. Sie sollen möglichst früh den Praxisschock überwinden, den Lehrerstudierende sonst oft erleben. Der Studienalltag in dem neuen Masterstudium ist ganz anders als in herkömmlichen Studienfäc…