HINTERGRUND / BERGBAU IN DER LAUSITZ
Die Pläne für den Abbau von Kupfer wurden schon öfter aufgegeben. Nun plant das Unternehmen Kupferschiefer Lausitz einen neuen Vorstoß. Doch es gibt Bedenken.


Autor
Christian Füller
Anfang kommendes Jahres wird die Frage nach dem großen Spremberger Kupferschatz wieder aktuell. Dann werden sich nach Informationen von Neue Lausitz eine Planungskommission und das Landesbergamt dem neuen Antrag für den Abbau des Kupfererzes im Gestein unter der Stadt widmen. „Wir haben im ersten Verfahren für Errichtung und Betrieb eines Kupferbergwerks in einer Stellungnahme klare Bedingungen formuliert: Sicherheit des Ortes, Schutz des Wassers, Beteiligung des Investors an der Rekultivierung“, sagte Sprembergs Rathauschefin Christine Herntier (parteilos) auf Nachfrage. „An diesen Prämissen ändert sich nichts.“
Unter Spremberg im Kreis Spree-Neiße schlummert ein gewaltiger Kupferschatz. Millionen Tonnen des wichtigen Rohstoffs ließen sich dort abbauen. Deswegen unternimmt man gerade den dritten Anlauf, ihn zu heben. Erneut stellt die Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL) einen Antrag, deren Geschäftsführer Blas Urioste sich gestern zu dem Vorhaben nicht äußerte. Nach überarbeiteten Plänen soll bald eine neue Raumverträglichkeitsprüfung klären, ob ein Kupfer-Abbau umweltschonend möglich ist.
Schon die DDR wollte hier Kupfer fördern. Ein zweiter Versuch startete 2007. Nun locken der Wertzuwachs bei Kupfer, die Millionen Tonnen Erz und die Aussicht auf neue Arbeitsplätze. Doch die Sorge ums Trinkwasser bleibt groß.
130 Bohrungen zu DDR-Zeiten
Die Geschichte des Spremberge…