Senftenberger Forscher finden Krebskiller

25. August 2026

NEWS / FORSCHUNG IN DER NIEDERLAUSITZ

Ein blau-grüner Organismus aus dem Labor der BTU Cottbus-Senftenberg sorgt für Aufmerksamkeit. Spirulina, oft als Mikroalge bezeichnet, kann das Wachstum von Leberkrebszellen bremsen. Professor Jan-Heiner Küpper zeigte die vielseitig einsetzbare Blau-Alge im Zuge eines Institutsbesuchs in Senftenberg in der vergangenen Woche. Bis Mitte der 2030er Jahre könnte daraus ein Krebs-Medikament werden. 

Küppers Team untersucht im vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt „AVantiLT“ bis 2027 die Inhaltsstoffe von Spirulina. Die Forscher testen Extrakte an menschlichen Leberzellen. Ein Extrakt ist ein Gemisch gelöster Stoffe, das aus einem Ausgangsmaterial gewonnen wird. Im Fall von Spirulina geht es vor allem um wasserlösliche Bestandteile.

Die zentrale Beobachtung laut BTU Cottbus: Spirulina-Extrakte können Krebszellen hemmen. Zugleich soll geklärt werden, ob gesundes Lebergewebe deutlich weniger geschädigt wird. Genau das wäre für ein späteres Medikament entscheidend. Denn ein Wirkstoff gegen Krebs soll Tumorzellen möglichst stark treffen und gesunde Zellen möglichst schonen. Beim Laborbesuch in Senftenberg berichtete Küpper, der Nachweis für das Hemmen des Wachstums der Krebszellen sei in sechs von sec…