Sabotage: 40 Schussapparate am Lausitzer Stromnetz

8. September 2026

NEWS / ENERGIEVERSORGUNG IN DER LAUSITZ 

Lippen, Graustein, Preilack: Der mutmaßliche Attentäter hat seine Abschussvorrichtungen entlang einer 100-Kilometer-Spur durch die Lausitz platziert. Ex-Wirtschaftsminister Jörg Steinbach: müssen alle wachsam bleiben.

Autor

Christian Füller

Der mutmaßliche Attentäter des Anschlags von Jänschwalde ist weiterhin nicht gefasst. In der Lausitz hat er, nach neuesten Erkenntnissen, entlang einer fast 100 Kilometer langen Route von Sachsen nach Brandenburg über 40 scharfe Abschussvorrichtungen hinterlassen. Diese waren mit Zeitzündern versehen und hatten drei Anschlagsziele: Umspannwerke und Stromleitungen in Lippen und Graustein (Sachsen) sowie Preilack (Brandenburg). 

Die Strecke führt über Nebenstraßen durch die Lausitz, vom Raum Boxberg nach Norden, vorbei an Wäldern, Tagebaufolgelandschaften und kleinen Ortschaften, immer wieder unter den weithin sichtbaren Leitungen des Höchstspannungsnetzes hindurch: Lippen, Graustein, Preilack. An den vom mutmaßlichen Täter genannten Orten, aber auch an weiteren Stellen, stießen Ermittler auf Vorrichtungen, die für einen Anschlag auf Stromanlagen geeignet waren.

Polizei hat Suche vorerst eingestellt

Allein in Sachsen wurden inzwischen 21 selbst hergestellte Sprengvorrichtungen gefunden. Zunächst entdeckten Einsatzkräfte acht Vorrichtungen südlich des Umspannwerks Bärwalde bei Lippen und vier östlich des Umspannwerks Graustein bei Schleife. Nach Angaben von Generalstaa…