Schulen zwischen Wachstum und Schrumpfung  

25. August 2026

ANALYSE / SCHULEN IN DER LAUSITZ

Das neue Schuljahr bringt in Brandenburg und Sachsen viele Herausforderungen. Akut sind Personallücken zu füllen. Doch auf lange Sicht kehrt sich der Trend um. 

Freude an der Liuba-Grundschüle in Lübben. Hier wurde zum Schulstart am gestrigen Montag ein Anbau eröffnet. Damit kann die Schule mit ihren 540 Kindern dreizügig betrieben werden. Foto: Stadt Lübben
Freude an der Liuba-Grundschüle in Lübben. Hier wurde zum Schulstart am gestrigen Montag ein Anbau eröffnet. Damit kann die Schule mit ihren 540 Kindern dreizügig betrieben werden. Foto: Stadt Lübben

Zum Beginn des Schuljahres in Brandenburg hat Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) einiges zu verkünden, das sich nicht beschönigen lässt: An den Schulen des Landes fehlen 300 Lehrerinnen und Lehrer, deren Stellen noch unbesetzt sind. Deshalb musste das neue Schuljahr am gestrigen Montag mit spürbarem Mangel beginnen. 

Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich zwar nicht bewahrheitet, dennoch können viele Schulen in Brandenburg die Stundentafel zum Schuljahresbeginn nur unter Nutzung aller Puffer absichern“, sagt der 47-jährige gelernte Erzieher, der seit März Minister für Bildung, Jugend und Sport ist. Die Ursache benennt Hoffmann so: „Im neuen Schuljahr trifft die seit 20 Jahren höchste Schülerzahl auf einen sehr großen Lehrkräftebedarf.“  

Die Lage ist doppelt schwierig. Denn der aktuelle Anstieg der Schülerzahlen wird nicht von Dauer sein. Schon in wenigen Jahren geht die Kurve nach unten – und das wird auf lange Sicht so bleiben. Hoffmanns sächsischer Kollege, Kultusminister Conrad Clemens (CDU) sprach – wie berichtet – im Mai, als die Schülerprognose erschien, von der „traurigsten Statistik Sachse…