Warum Elbe-Elster ein zentrales Klinikum braucht 

1. September 2026

GASTKOMMENTAR / SEBASTIAN LOOS ÜBER DIE KLINIKREFORM IN ELBE-ELSTER 

Ein neues Krankenhaus spart Kosten und ist medizinisch besser als die drei jetzigen Standorte. Jetzt ist die Gelegenheit da, das mit Förderung umzusetzen – statt alles von vorn zu untersuchen. 

Von Sebastian Loos 

„Drei Krankenhäuser sind auf Dauer nicht tragfähig“, sagt der CDU-Politiker Sebastian Loos. „Es geht nicht nur um Geld. Es geht um Qualität.“ Foto: privat

Die Debatte um die Zukunft des Elbe-Elster Klinikums wird derzeit mit großer Intensität geführt. Es geht um Zahlen, Gutachten, Personalentscheidungen. All das muss aufgearbeitet und diskutiert werden. Aber bei allem Streit dürfen wir die entscheidende Frage nicht aus den Augen verlieren: Wie schaffen wir es, auch in zehn oder zwanzig Jahren noch eine leistungsfähige stationäre Krankenhausversorgung in unserem Landkreis zu haben? Dazu haben wir als Fraktion einen Sonderparteitag beantragt. Das Thema ist zu wichtig, um damit zu warten. 

Denn das Elbe-Elster Klinikum steht vor enormen Herausforderungen. Bei der Finanzierung, beim Personal und bei der medizinischen Qualität. Die Ursachen dafür sind nicht das Ergebnis einzelner politischer Entscheidungen oder einzelner Geschäftsführer. Sie sind systemischer Natur.

Kleine Krankenhäuser in ländlichen Regionen stehen in ganz Deutschland unter erheblichem Druck. Der Hauptgrund vereinfacht gesagt: Ein Krankenhaus behandelt einen Patienten und erhält dafür eine festgelegte Vergütung. Dieses System funktioniert aber nur dauerhaft, wenn genügend Behandlungsfälle vorhanden sind, um damit die notwendigen Strukturen zu finanzieren. 

Drei Krankenhäuser brauchen dreifache Strukturen

Die Kosten für Personal, Energie und medizinische Infrastruktur sind erheblich gestiegen. Gleichzeitig reichen die Fallzahlen nicht mehr aus, um bestimmte Strukturen wirtschaftlich zu betreiben…